Mozilla veröffentlicht Thunderbird 22.0 Beta
Thunderbird steht ab sofort als Beta-Version 22.0 zum Download bereit. Mozilla wird erst im September mit Thunderbird 24 wieder einen neuen Feature-Release veröffentlichen, bis dahin wird es aber weiter basierend auf der jeweils aktuellen Gecko-Version parallel zu Firefox neue Beta-Versionen mit diversen Neuerungen geben.
Neue Benachrichtigungen (statt Growl auf OS X)
Für Benachrichtigungen, zum Beispiel bei Erhalt neuer E-Mails, kommt ab sofort die neue W3C Web Notifications API zum Einsatz. Besonders relevant ist dies für Nutzer von Mac OS X, da hiermit endgültig die Unterstützung für Growl entfällt. Die gute Nachricht daran ist, dass damit auf OS X nicht länger ein Plugin notwendig ist, um Benachrichtigungen zu erhalten. Erweiterungs-Entwickler können sich damit außerdem auf eine einheitliche Benachrichtigungs-Schnittstelle auf allen Plattformen verlassen. Die Benachrichtigung selbst wird mit der Thunderbird 23-Beta optisch auch ein wenig ansprechender aussehen.
Verbesserungen der Benutzeroberfläche
Die auffälligsten Veränderungen an der Benutzeroberfläche betreffen wieder Nutzer von Mac OS X. So sind die Symbole in der Nachrichten-Auflistung nun alle schwarz und nicht mehr bunt, kleinere Verbesserungen gab es außerdem im Anwendungsmenü, wo es zuvor vorkommen konnte, dass Checkboxen nicht angezeigt wurden, und wo die Bearbeiten-Symbole jetzt beim Herüberfahren mit der Maus hervorgehoben werden. Des Weiteren hat Thunderbird zahlreiche überarbeitete Symbole für HiDPI-Bildschirme erhalten. Linux-Nutzer erhalten unterhalb der Tab-Leiste die seit Einführung der runden Tabs fehlende und längst überfällige Kontur. Die Konten-Spalte sowie die Kontakte-Spalte beim Instant Messaging haben auf allen Systemen eine dezente Textur erhalten, der Hinweis im Add-on-Manager auf fehlerhafte Add-ons beim Versuch, diese zu installieren, ist nun deutlich besser lesbar.
Neue Einstellungen
Die Linkfarbe von URLs in E-Mails ist standardmäßig jetzt ein helleres Blau. Außerdem hat Thunderbird in Einstellungen > Ansicht > Schriftfarben einen neuen Dialog zum Einstellen der Farben erhalten.
Auf Windows gibt es unter Einstellungen > Allgemein jetzt außerdem eine Einstellung, um das Systray-Icon, welches bei Erhalt neuer E-Mails erscheint, zu deaktivieren (Name der Einstellung: Im Infobereich anzeigen).
Sonstige Verbesserungen
Dazu kommen wie üblich diverse Plattform-Fixes und Fehlerbehebungen. So war es beispielsweise seit einigen Versionen nicht mehr möglich, die Versionsnummer von Thunderbird aus dem Info-Dialog heraus zu kopieren. Die Filter-Aktion „Antworte mit Vorlage“ hat bislang immer dem Absender der E-Mail geantwortet und nicht das „Antwort an“-Feld der empfangenen E-Mail berücksichtigt, was nun allerdings der Fall ist.
Download
Die Thunderbird 22.0-Beta kann hier heruntergeladen werden. Nutzer, welche den neusten stabilen Release nutzen möchten, greifen zu Thunderbird 17.0.6, welcher weiter regelmäßige Sicherheits- und Stabilitäts-Aktualisierungen erhält. Umsteiger von Thunderbird 17 auf die aktuelle Beta-Version lesen empfohlenerweise noch die folgenden Artikel:
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Hallo Sören,
all die zwischenzeitlichen Beta-Versionen beinhalten ja auch so einige Neuerungen, die nicht nur im Hintergrund laufen, sondern auch neue Funktionen für den täglichen Einsatz von Thunderbird beinhalten.
Gibst Du uns denn vor der Veröffentlichung des Feature-Releases Ende September eine Gesamtübersicht über alle neuen Funktionen?
Bis denne
Gerhard
Hallo Gerhard,
ja, ein Artikel über alle nennenswerten Neuerungen zwischen Thunderbird 17 und Thunderbird 24 ist in jedem Fall geplant.
Mir fällt gerade ein, Sören: Inwiefern ist die Neugestaltung des Adressbuches geplant?
Ich habe ja vor einiger Zeit etwas über Geplante Änderungen des Adressbuches von Thunderbird geschrieben. Das gilt grundsätzlich nach wie vor, ist aber absolut kein Thema für Thunderbird 24. Die Person, welche diesen Umbau vor hat, macht das alles unbezahlt in seiner Freizeit und wird von Mozilla für seine Arbeit an Firefox bezahlt. Und da ist er so eingespannt in die Umsetzung des Australis-Redesigns, dass die letzten Wochen und Monate am Adressbuch so ziemlich überhaupt nichts voranging.